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Sand aus den Düsen: Ursachen und Reparatur des Sandfilters

Wenn nach dem Start der Filteranlage feine Sandfächer unter den Einlaufdüsen auftauchen, handelt es sich fast immer um Filtermaterial, das aus dem Filter zurück in den Pool gelangt. Die häufigste Ursache ist ein gebrochener oder gelöster Arm des Sternsiebs im Kessel, mitunter auch eine zu feine Körnung des Filtersands. Die Reparatur ist eine Arbeit für einen Nachmittag und kommt ohne Servicedienst aus — Sie müssen den Filter nur öffnen und wissen, wonach Sie im Inneren suchen.

Poolboden mit blauem Mosaik unter klarem Wasser — hier fällt austretender Filtersand zuerst auf

Ist es wirklich Sand aus der Filteranlage?

Bevor Sie den Filter zerlegen, vergewissern Sie sich, dass es sich tatsächlich um Filtermaterial handelt. Auf dem Poolboden treten nämlich drei ähnlich aussehende Ablagerungen auf, und jede bedeutet etwas anderes.

  • Filtersand. Scharfkantige, glasig glänzende Körner, meist graubeige bis beige, deutlich körnig beim Anfassen. Er liegt in kegelförmigen Fächern direkt unter den Einlaufdüsen, also dort, wo das Wasser aus der Filteranlage einströmt. Er tritt schubweise auf — meist unmittelbar nach dem Rückspülen oder nach erneutem Anlaufen der Pumpe, nicht allmählich über Nacht.
  • Verwehter Sand und Staub. Feineres, uneinheitliches Material mit Staub, Laub und Pollen. Es ist meist über den gesamten Boden verteilt, sammelt sich in Ecken und hydraulisch toten Zonen und nimmt nach windigen Tagen oder Regen zu. Es hängt mit dem Umfeld des Pools zusammen — mehr dazu im Artikel Laub, Pollen und Insekten im Pool.
  • Gelbalgen und Ablagerungen. Ein senfgelber Belag, der sich beim Bürsten zu einer Wolke aufwirbelt und wieder absetzt — Körner würden Sie darin nicht ertasten. Er hält sich im Schatten, an Wänden und Treppen, nicht nur am Boden. Das ist ein biologisches und kein mechanisches Problem; das Vorgehen finden Sie im Artikel Algen im Pool.

Der praktische Test dauert eine Minute: Geben Sie etwas von der Ablagerung in ein Glas mit Wasser. Filtersand sinkt sofort zu Boden und bleibt dort auch nach dem Umrühren. Algen und feiner Schlamm wirbeln auf und setzen sich langsam ab, das Wasser um sie herum bleibt trüb. Zweite Kontrolle: Vergleichen Sie die Probe mit dem Rest aus dem Sack, den Sie beim letzten Filtersandwechsel verwendet haben — Körnung und Farbe sollten übereinstimmen.

Wann der Sand auftritt und was das bedeutet

Der Zeitpunkt ist die beste diagnostische Spur. Der Filter hat zwei hydraulisch getrennte Wege — den Filter- und den Rückspülweg — und je nachdem, bei welchem der Sand austritt, erkennen Sie, wo der Fehler liegt.

Wann der Sand auftritt Was das vermutlich bedeutet
Direkt nach dem Anlaufen der Pumpe, dann abnehmend Restsand in der Rohrleitung nach einem kürzlichen Wechsel des Filtermaterials oder eine kleine Undichtigkeit am Sternsieb, die noch von Ablagerungen verstopft wird
Dauerhaft bei jedem Lauf der Filteranlage Gebrochener oder gelöster Arm des Sternsiebs, beschädigtes Steigrohr oder zu feine Körnung des Filtermaterials
Immer nach dem Rückspülen, hört einige Stunden danach auf Überfüllter Filter — das Filterbett erreicht bei der Ausdehnung die Oberkante und läuft in den Sammelbereich über
Sand geht beim Rückspülen in den Kanal, im Pool ist keiner Entweder normales Ausschwemmen des feinsten Anteils aus neuem Filtermaterial oder ein beschädigtes Sternsieb bei zu hohem Durchfluss beim Rückspülen
Tritt erstmals kurz nach dem Wechsel des Filtermaterials auf Montagefehler — nicht abgedecktes Steigrohr beim Einfüllen, nicht sitzendes Sternsieb, nicht angezogene Verschraubung
Sand tritt auch in Ventilstellung Geschlossen / Zirkulation aus Verschlissene Dichtung (Rotor) des 6-Wege-Ventils, die zwischen den Kanälen durchlässt

Warum die Filteranlage Filtermaterial in den Pool lässt

Gebrochenes oder gelöstes Sternsieb

Am Boden des Kessels sitzen am Verteiler Ärmchen mit Schlitzen — die Filterdüsen des Sternsiebs. Die Schlitze sind schmaler als die Körner des Filtermaterials, sie lassen also nur Wasser durch. Kunststoff versprödet über die Jahre durch Chlor und Temperaturwechsel; ein Haarriss oder ein Arm, der sich aus dem Gewinde gelöst hat, genügt, und das Filtermaterial hat freie Bahn in die Rohrleitung. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache und zeigt sich als dauerhafter Austritt bei normalem Filterbetrieb.

Beschädigtes Steigrohr

Das senkrechte Rohr, das den Deckel mit dem Verteiler am Boden verbindet, wird bei großen Filtern durch das Einfüllen des Filtermaterials stark belastet. Ein Riss oder eine gelöste Verbindung im oberen Bereich bedeutet, dass das Wasser das Filterbett umgeht und dabei Sand aus dem gesamten Volumen mitnimmt. Sie erkennen es auch an einem ungewöhnlich niedrigen Druck am Manometer und an schwacher Filterleistung.

Falsche Körnung des Filtermaterials

Die Schlitze der Filterdüsen sind auf eine bestimmte Fraktion ausgelegt — bei üblichen Poolfiltern auf Quarzsand mit 0,4–0,8 mm. Füllen Sie Bausand, Spielsand oder „feinen Flusssand“ ein, ist ein erheblicher Teil der Körner kleiner als der Schlitz und gelangt direkt in den Pool. Deshalb ist die vorgeschriebene Körnung keine Formalie, sondern ein Konstruktionsparameter. Dasselbe Problem entsteht, wenn Filtermaterial mit hohem Staubanteil in den Filter kommt — dieses geht beim ersten Rückspülen in den Kanal.

Detailaufnahme von Sandkörnern — die Körnung entscheidet, ob das Material durch die Schlitze der Filterdüsen geht

Überfüllter Filter

Das Filterbett hebt sich beim Rückspülen an und lockert sich auf, üblich sind 20–30 % des Volumens. Ist der Kessel bis zum Hals gefüllt, erreicht das expandierende Bett den Sammelbereich und ein Teil des Sands läuft über. Deshalb geben die Hersteller die Füllmenge auf dem Typenschild an, und gefüllt wird etwa bis zu zwei Dritteln der Kesselhöhe — mehr ist nicht besser, nur teurer und störanfälliger.

Defektes 6-Wege-Ventil

Die innere Dichtung des Ventils (Rotor) trennt die einzelnen Kanäle. Ist sie verschlissen oder rissig, lässt sie zwischen dem Strang zum Pool und dem Strang vom Filter durch — Sand gelangt dann auch in Stellungen hindurch, in denen nichts fließen dürfte. Typisches Anzeichen ist ein Austritt von Filtermaterial oder Wasser auch bei geschlossenem Ventil. Die Funktion der einzelnen Stellungen und die Diagnose beschreibt der Artikel Mehrwegeventil des Sandfilters.

Montagefehler nach dem Wechsel des Filtermaterials

Der Klassiker: Beim Einfüllen rieselt Sand in das offene Steigrohr und wandert dann direkt in den Pool. Die zweite Variante ist eine Filterdüse, die sich beim Hantieren gelöst hat oder nicht angezogen wurde, oder beschädigte O-Ringe an den Verschraubungen. Deshalb kommt vor dem Einfüllen immer ein Blindstopfen auf das Rohr oder zumindest ein Stück Folie und ein Lappen.

Reparatur Schritt für Schritt

  1. Filteranlage abschalten und Schieber schließen. Schalten Sie die Pumpe aus, trennen Sie sie vom Strom und schließen Sie die Absperrungen an Saug- und Druckseite. Ohne das läuft Ihnen beim Öffnen des Filters der Poolinhalt in den Technikraum.
  2. Filter entleeren. Öffnen Sie den Ablassstopfen am Kesselboden und das Entlüftungsventil am Deckel, damit das Wasser schneller abläuft. Rechnen Sie damit, dass nasser Sand noch einige Minuten Wasser hält.
  3. Filtermaterial entnehmen. Am schnellsten saugen Sie es mit einem Nasssauger oder einer Schmutzwasserpumpe ab, deren Schlauch bis zum Wasserspiegel im Kessel reicht — mit dem Wasser wandert der Sand von selbst mit. Den Rest holen Sie mit einem an einer Stange befestigten Plastikbecher heraus; Metallwerkzeug gehört nicht in den Filter, es würde die Filterdüsen beschädigen. Bei großen Filtern hilft es, das Bett mit Wasser zu fluten, damit man es „ausgießen“ statt ausschöpfen kann.
  4. Das Innere kontrollieren. Reinigen Sie den Verteiler und prüfen Sie jeden Arm des Sternsiebs gegen das Licht: Sie suchen Risse, erweiterte Schlitze und lockere Gewinde. Kontrollieren Sie das Steigrohr auf der ganzen Länge, die Dichtung unter dem Deckel und die O-Ringe der Verschraubungen. Der Riss ist meist haarfein — es hilft, den Arm leicht zu biegen, dann öffnet sich der Spalt.
  5. Beschädigtes Teil ersetzen. Filterdüsen werden einzeln und im Satz verkauft, es lohnt sich aber, alle Arme auf einmal zu tauschen — sie sind gleich gealtert. Das Sortiment an Ersatzteilen finden Sie in der Kategorie Bauteile und Ersatzteile. Notieren Sie sich beim Kauf Filtertyp und Kesseldurchmesser, denn Abstände und Gewinde unterscheiden sich zwischen den Marken.
  6. Steigrohr abdecken. Bevor Sie mit dem Einfüllen beginnen, setzen Sie einen Blindstopfen auf das Rohr oder kleben Sie es mit Folie ab und sichern Sie diese mit einem Gummiband. Dieser Schritt wird am häufigsten ausgelassen und steckt hinter den meisten „reparierten“ Filtern, die weiter Sand durchlassen.
  7. Richtige Menge und Fraktion einfüllen. Füllen Sie den Kessel zu einem Drittel mit Wasser, damit der Sand weich auftrifft und die Filterdüsen nicht beschädigt. Schütten Sie langsam ein, Sack für Sack, und richten Sie sich ausschließlich nach der Angabe auf dem Typenschild des Filters — nicht nach Schätzung. Das Filtermaterial wird eben abgezogen, nicht gestampft.
  8. Zusammenbauen und in den Kanal spülen. Reinigen Sie die Dichtfläche des Deckels, ziehen Sie den Spannring an, öffnen Sie die Schieber und lassen Sie die Pumpe 3–5 Minuten in der Stellung Rückspülen laufen, bis der Ablauf klar ist. Danach folgt Nachspülen (Rinse) für 30–60 Sekunden. Erst dann schalten Sie auf Filtern um — sonst schicken Sie den Reststaub aus dem neuen Filtermaterial direkt in den Pool.
  9. Druck notieren. Lesen Sie nach dem ersten Rückspülen den Wert am Manometer ab und notieren Sie ihn. Er ist der Referenz-Sauberdruck für die gesamte weitere Saison; ausführlicher im Artikel Druck in der Filteranlage und Manometer.
Rohrleitung mit Manometer in der Pooltechnik — der Druck ist der wichtigste Indikator für den Zustand der Filteranlage

Wie viel Filtermaterial und welche Körnung

Verbindlich ist immer die Angabe auf dem Typenschild des Filters oder in seiner Anleitung — sie wird in Kilogramm für die jeweilige Kesselgröße genannt. Als Orientierung gilt: Ein Filter mit 400 mm Durchmesser braucht etwa 25 kg, mit 500 mm rund 50–60 kg und mit 600 mm ungefähr 90–110 kg Filtermaterial. Die Unterschiede zwischen den Herstellern sind allerdings groß, diese Zahlen dienen also nur zur Abschätzung des Einkaufs, nicht zum Befüllen.

Das Standardmaterial ist Quarz-Filtersand der Fraktion 0,4–0,8 mm. Größere Filter haben oft eine zweischichtige Füllung: Eine untere Stützschicht aus gröberem Kies von 1–2 mm oder 2–4 mm deckt die Filterdüsen ab und trägt die feinere Schicht darüber. Wenn der Hersteller eine Stützschicht vorschreibt, lassen Sie sie nicht weg — gerade sie verhindert, dass feine Körner direkt auf den Schlitzen aufliegen.

Filtermaterial Typische Fraktion Wie sich ein Austritt zeigt
Quarzsand 0,4–0,8 mm Deutliche körnige Fächer unter den Düsen, leicht ertastbar
Filterglas 0,5–1,0 mm (Bruch) Glänzende, scharfkantige Splitter am Boden; in feiner Fraktion geht es leichter durch die Filterdüsen als Sand
Zeolith 0,5–1,0 mm Helle, leichtere Körner; ein Teil trübt das Wasser und wirkt eher wie milchige Trübung als wie eine Ablagerung
Filterbälle (Balls) Faserfüllung In den Pool gelangen Faserbüschel über die Düsen und in die Körbe; oft bleiben sie schon im Pumpenkorb hängen

Bei Filterglas und Filterbällen gilt, dass sie leichter sind als Sand und beim Rückspülen höher steigen. Eine Überfüllung des Kessels zeigt sich bei ihnen schneller und ist häufiger Ursache eines Austritts als bei klassischem Sand. Einen Vergleich der einzelnen Technologien finden Sie im Artikel Sandfilter vs. Kartuschenfilter.

Wie Sie den Sand aus dem Pool bekommen

Grundregel: Sand am Boden niemals über die Filteranlage absaugen. Er würde durch die Pumpe gehen, das Laufrad und die Gleitringdichtung abschleifen, und ein Teil käme zurück in den Pool. Stellen Sie das 6-Wege-Ventil auf die Stellung Entleeren (Waste) und saugen Sie mit Ablauf außerhalb des Pools, oder verwenden Sie einen Sauger mit eigenem Beutel, der das Wasser nicht über die Technik filtert.

Gehen Sie langsam und mit dem Kopf dicht am Boden vor — schnelle Bewegungen wirbeln den Sand auf und er setzt sich woanders ab. Achten Sie beim Absaugen in den Kanal auf den Wasserstand, damit der Skimmer keine Luft zieht; füllen Sie je nach Sandmenge laufend Wasser nach. Akkusauger und Roboter mit eigenem Auffangkorb kommen mit Sand ebenfalls zurecht, nur muss man prüfen, ob sie einen ausreichend feinen Filter haben — einen Überblick über die Typen bietet der Artikel wie Sie einen Poolsauger oder Roboter auswählen.

Vorbeugung: damit es sich nicht wiederholt

  • Schonend und bei abgeschalteter Pumpe rückspülen. Das Ventil wird immer bei ausgeschalteter Pumpe gedreht. Umschalten im Betrieb löst einen Druckstoß aus, der sowohl die Filterdüsen als auch die Ventildichtung zerstört.
  • Den empfohlenen Durchfluss nicht überschreiten. Eine gegenüber dem Filter überdimensionierte Pumpe treibt das Bett mit zu hoher Geschwindigkeit an und belastet die Ärmchen mechanisch. Richten Sie sich bei der Auswahl nach den Parametern des Filters — es hilft der Artikel wie Sie eine Poolpumpe auswählen.
  • Das Manometer beobachten. Ein Anstieg um 0,2–0,3 bar über den Sauberdruck ist das Signal zum Rückspülen. Ein plötzlicher Druckabfall bedeutet umgekehrt oft eine gebrochene Filterdüse oder ein gebrochenes Steigrohr.
  • Nicht überfüllen. Halten Sie sich an die Angabe auf dem Typenschild und lassen Sie über dem Bett Platz für die Ausdehnung.
  • Das Filtermaterial nach einigen Jahren wechseln, nicht erst nach einem Defekt. Sand hält üblicherweise 3–5 Saisons, Glas deutlich länger. Jeder Wechsel ist eine Gelegenheit, die Filterdüsen zu kontrollieren, auch wenn noch nichts durchgelassen wird.
  • Die Dichtungen beim Einwintern kontrollieren. Im Filter gefrorenes Wasser ist der schnellste Weg, Kessel und Verteiler zu sprengen. Das Vorgehen beschreibt der Artikel Pool winterfest machen Schritt für Schritt.

Wann Sie den Service rufen sollten

Den Wechsel der Filterdüsen, des Filtermaterials und der Ventildichtung schaffen Sie selbst. Einen Fachmann rufen Sie, wenn der Filterkessel selbst gerissen ist (ein Haarriss im Laminat zeigt sich unter Druck als feuchter Fleck), wenn sich der Spannring des Deckels auch mit neuem O-Ring nicht abdichten lässt, oder wenn Sand auch nach dem Austausch aller Innenteile austritt — dann handelt es sich meist um einen verborgenen Defekt des Verteilers oder um schlecht ausgelegte Hydraulik. Der Service ist auch dann angebracht, wenn Sie den Filter nicht sicher abstellen können, weil im Technikschacht die Absperrungen fehlen.

Häufige Fragen

Kann Sand nur nach dem Rückspülen in den Pool gelangen und sonst nicht?

Ja, und das ist ein typisches Anzeichen für einen überfüllten Filter. Das Filtermaterial hebt sich beim Rückspülen an, ein Teil läuft in den Sammelbereich über, und beim Zurückschalten auf Filtern trägt das Wasser es in den Pool. Die Lösung ist, den Überschuss bis auf die vom Typenschild vorgeschriebene Höhe zu entnehmen, üblicherweise bis zu zwei Dritteln der Kesselhöhe.

Beschädigt etwas Sand die Poolpumpe?

Einmalig meist nicht, wiederholt schon. Die Körner geraten zwischen Laufrad und Gehäuse, schleifen die Gleitringdichtung ab und führen mit der Zeit zu Undichtigkeit an der Welle. Deshalb wird Sand vom Boden durch Absaugen in den Kanal entfernt und nicht über die Filteranlage.

Erkenne ich eine gebrochene Filterdüse, ohne den Filter zu zerlegen?

Zuverlässig nicht, aber es gibt indirekte Hinweise: dauerhafter Austritt von Filtermaterial bei normalem Filterbetrieb, ungewöhnlich niedriger Druck am Manometer gegenüber dem Referenzwert und schwächere Filterwirkung. Tritt Sand nur nach dem Rückspülen aus, sind die Filterdüsen wahrscheinlich in Ordnung und es handelt sich um Überfüllung.

Kann ich statt Sand eine feinere Fraktion einfüllen, um besser zu filtern?

Nein. Die Schlitze der Filterdüsen haben eine konstruktiv festgelegte Breite, und feinere Körner gehen hindurch. Wenn Sie feinere Partikel filtern möchten, greifen Sie zu Filterglas in der vorgeschriebenen Fraktion — es filtert feiner und behält dabei die Körnung bei, die der Filter verträgt.

Muss ich nach der Reparatur die gesamte Füllung wechseln, oder kann ich die alte zurückgeben?

Ist das Filtermaterial jünger als zwei Saisons, nicht zu Klumpen verbacken und ohne Fremdbeimengungen, können Sie es nach dem Spülen mit klarem Wasser wieder einfüllen. Bei älterem Material lohnt es sich nicht — der Filter ist ohnehin offen und neues Filtermaterial ist der billigste Posten der ganzen Reparatur.

Sand im Pool sieht nach einem schweren Defekt aus, tatsächlich gehört er aber zu den am besten reparierbaren Dingen der gesamten Technik: ein gebrochener Arm des Sternsiebs, ein überfüllter Kessel oder eine falsche Fraktion des Filtermaterials. Der Schlüssel ist, den Filter zu öffnen, bevor die Körner durch die Pumpe gehen. Ersatz-Filterdüsen, Verteiler, Ventile und Filtermaterialien finden Sie in der Kategorie Pooltechnik, einzelne Teile und Dichtungen dann bei den Bauteilen. Weitere Pflegeanleitungen warten in der Rubrik Ratgeber.

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