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Whirlpool per App: Smarte Steuerung, die wirklich Geld spart

Eine App am Whirlpool spart kein Geld, weil sie gut aussieht. Sie spart es durch zwei ganz konkrete Dinge: Sie kann das Aufheizen in die Stunden mit günstigerem Strom verschieben und die Filterzyklen genau danach kürzen und takten, wie Sie den Whirlpool tatsächlich nutzen. Der dritte Vorteil ist nicht finanzieller Natur, aber oft wichtiger — die Meldung über eine Störung oder einen Temperaturabfall erreicht Ihr Handy, bevor aus einer Kleinigkeit ein Serviceeinsatz wird. Alles Weitere ist Komfort.

Abendliches Beisammensein am Whirlpool — die Heizung wurde vorab per Handy programmiert

Eine Unterscheidung ist wichtig. Die Automatisierung eines Pools ist eine eigene Disziplin — sie befasst sich mit der Chemiedosierung, der Redox-Messung, der Filtersteuerung und der Abdeckung; dem widmet sich der eigene Beitrag Smarter Pool und Automatisierung. Anders als ein Pool hat ein Whirlpool eine eigene Steuerung, die heute bereits selbstständig heizt, Pumpen schaltet und die Temperatur überwacht. Die smarte Steuerung ergänzt sie lediglich um Fernzugriff und Zeitplanung. Genau um diese Ebene geht es in diesem Artikel.

Was die smarte Whirlpool-Steuerung wirklich leistet

Temperatur und Filterzyklen aus der Ferne einstellen

Die Basis, auf der alles Weitere aufbaut. In der App sehen Sie die aktuelle Wassertemperatur, die Solltemperatur sowie den Zustand von Pumpen und Heizung. Sie können vom Sparmodus in den Normalbetrieb wechseln, die Solltemperatur um zwei Grad ändern oder den Filterzyklus auf eine andere Tageszeit verschieben — vom Sofa, aus dem Büro, aus dem Auto.

Der praktische Effekt: Die meisten Besitzer halten ihren Whirlpool nur deshalb dauerhaft auf Betriebstemperatur, weil er sonst nicht rechtzeitig aufgeheizt wäre. Mit der App können Sie dauerhaft 2–3 °C niedriger fahren und erst nach Zeitplan oder mit einem Fingertipp einige Stunden vorher auf volle Temperatur nachheizen.

Aufheizen in die günstigen Stunden legen

Hier liegt das meiste Geld. Wenn Sie einen Doppeltarif oder einen Spotpreis-Vertrag haben, kann der Zeitplaner Heizung und Filterung in einen Block mit niedrigem Preis verlegen. Prinzipien und Fallstricke der Spot-Optimierung behandelt Whirlpool und Pool mit Spotpreis-Strom — die smarte Steuerung ist das Werkzeug, mit dem sich diese Ersparnis tatsächlich umsetzen und nicht nur berechnen lässt.

Die zweite Variante ist die Kopplung an die eigene Erzeugung. Wer eine Photovoltaikanlage hat, will mittags mit dem Überschuss heizen und nicht abends aus dem Netz. Die Kombination aus Whirlpool und PV-Anlage samt realistischen Zahlen beschreibt Photovoltaik für Pool und Whirlpool.

Meldungen bei Störungen und Temperaturabfall

Benachrichtigungen sind die Funktion, die man erst zu schätzen weiß, wenn man sie braucht. Die App kann eine Push-Nachricht senden, wenn die Steuerung einen Fehler meldet, wenn die Temperatur unter eine eingestellte Grenze fällt oder wenn die Verbindung zum Modul abreißt.

Fehlermeldungen erscheinen mit denselben Codes wie auf dem Display des Whirlpools, sodass Sie sie direkt in der Übersicht der Balboa-Fehlercodes nachschlagen können. Der Unterschied liegt in der Zeit: Den Code auf dem Display lesen Sie erst, wenn Sie zum Whirlpool kommen — den Code auf dem Handy haben Sie sofort.

Überwachung während der Abwesenheit

Eine Urlaubswoche ist für Whirlpool und Pool die riskanteste Zeit des Jahres — gerade weil niemand hinschaut. Das empfohlene Vorgehen vor der Abreise fasst der Beitrag Pool und Whirlpool im Urlaub zusammen; die App ergänzt ihn um die laufende Kontrolle und die Möglichkeit, die Heizung am Tag vor der Rückkehr einzuschalten.

Eine Frau stellt die Temperatur eines Wellnessgeräts in einer mobilen App ein

Welche Systeme der smarten Steuerung es gibt

Integrierte WLAN-Module der Steuerungshersteller

Der sauberste Weg. Die Hersteller der Steuerungen — Balboa mit dem System bwa™, Gecko mit in.touch, je nach Whirlpool-Marke auch weitere — bieten ein Modul an, das direkt an die Steuerplatine angeschlossen wird und mit ihr in deren eigenem Protokoll kommuniziert.

Der Vorteil: Die App sieht genau das, was das Display zeigt. Temperaturen, Betriebsarten, einzelne Pumpen, Fehlercodes, den Filterzeitplan. Nichts wird simuliert. Der Nachteil: Sie brauchen eine Platine, die das Modul unterstützt.

Nachrüstmodule für den vorhandenen Whirlpool

Die meisten Whirlpools der vergangenen rund zehn Jahre lassen sich nachrüsten. Entscheidend ist aber die Kompatibilität mit der konkreten Steuerplatine, nicht mit der Marke des Whirlpools — ein Hersteller kann in verschiedenen Modellen und Baujahren unterschiedliche Platinen und Stecker verwenden.

Bevor Sie etwas bestellen, öffnen Sie den Technikraum und lesen Sie die Typenbezeichnung der Platine sowie die Softwareversion am Display ab. Ohne das ist der Kauf ein Glücksspiel.

Universelle smarte Steckdosen und Relais

Eine günstige Lösung, von der wir beim Whirlpool in der üblich angebotenen Form abraten. Eine smarte Steckdose kann genau eines: die Stromzufuhr trennen. Nur läuft beim Whirlpool ohne Strom kein Frostschutz, wird keine Temperatur überwacht und dreht sich keine Umwälzpumpe.

Im Winter ist das der direkte Weg zu eingefrorenem Wasser in den Leitungen und zu einem gerissenen Pumpengehäuse — eine Reparatur im Bereich von mehreren Hundert bis Tausend Euro, keine Ersparnis. Was Sie stattdessen tun sollten, beschreibt Whirlpool im Winter. Eine smarte Verbrauchsmessung an der Zuleitung ist dagegen sinnvoll, sofern sie nur misst und nicht schaltet; und wenn es Ihnen um den Anschluss selbst geht, gehört hierher die Elektroinstallation des Whirlpools.

Temperatursensoren und schwimmende Wassermessgeräte

Eine eigene Kategorie, die mit der Steuerung überhaupt nicht kommuniziert. Eine schwimmende Sonde misst die Temperatur, bei teureren Modellen auch Redox und pH-Wert, und sendet die Daten per Bluetooth oder über ein WLAN-Gateway an eine App — samt Empfehlung, was zu dosieren ist.

Betrachten Sie sie als Trend, nicht als Ersatz für das Testen. Die Genauigkeit günstiger Sonden schwankt und eine Kalibrierung ist nötig; den Referenzwert liefert Ihnen der klassische Test, wie ihn Wasser richtig testen beschreibt. Nützlich sind sie vor allem als Trendwächter — wenn der pH-Wert drei Tage in Folge sinkt, wissen Sie es früher als vom Teststreifen einmal pro Woche.

Was Sie vor dem Kauf eines Moduls prüfen sollten

Vier Punkte, an denen die meisten Enttäuschungen hängen.

  1. Modell der Steuerplatine und Firmware-Version. Nicht die Marke des Whirlpools, nicht das Baujahr. Die konkrete Typenbezeichnung der Platine — und ob der Modulhersteller sie in der Liste der unterstützten Platinen führt.
  2. WLAN-Reichweite im Garten. Der Whirlpool steht meist 15–25 m vom Router entfernt, oft hinter einer Wand oder hinter dem Glas der Terrasse. Messen Sie die Signalstärke mit dem Handy direkt am Technikraum; bei schwachem Signal rechnen Sie mit einem Repeater oder Access Point — oder mit einem Modul, das ein eigenes lokales Netz aufbaut.
  3. Abhängigkeit von der Hersteller-Cloud. Die meisten Apps senden Befehle über den Server des Herstellers. Fragen Sie, was bei einem Internetausfall passiert: Hochwertige Systeme bieten einen lokalen Modus im Heimnetz, bei den übrigen läuft der Whirlpool selbst weiter (er heizt und filtert nach der letzten Einstellung), die Bedienung per Handy fällt jedoch aus.
  4. Updates und Support. Ein Modul ist ein Computer. Finden Sie heraus, wie lange der Hersteller Updates veröffentlicht, ob die App eine Registrierung verlangt und ob sich das Modul später ohne Service mit einem anderen Telefon koppeln lässt.

Wie viel es real spart: eine Modellrechnung

Rechnen wir mit einem Whirlpool für 4–5 Personen im Ganzjahresbetrieb. Wir gehen von dem Rahmen aus, den Laufende Kosten eines Whirlpools ausführlich behandelt, und legen alle Annahmen offen — Ihre Zahlen werden je nach Isolierung, Abdeckung und Klima abweichen.

Annahmen: Jahresverbrauch 2.800 kWh, davon rund 2.100 kWh für das Aufheizen und Halten der Temperatur und 500 kWh für Filterung und Umwälzung; Strompreis 0,22 €/kWh in der Spitze und 0,15 €/kWh im günstigen Block; Umwälzpumpe 0,2 kW.

Ersparnis 1 — Verschiebung des Aufheizens. Gelingt es, die Hälfte des Aufheizens, also etwa 1.050 kWh, in den günstigeren Block mit einer Differenz von 0,07 €/kWh zu verlegen, ergibt sich eine Ersparnis von rund 76 € pro Jahr.

Ersparnis 2 — Optimierung der Filterung. Die Verkürzung des Filterzyklus von 8 auf 5 Stunden täglich bedeutet bei einer 0,2-kW-Pumpe 0,6 kWh pro Tag, also 219 kWh im Jahr, was bei durchschnittlich 0,19 €/kWh etwa 42 € pro Jahr sind. Die Bedingung: Die Wasserhygiene muss die Verkürzung vertragen, was bei einem wenig genutzten Whirlpool meist der Fall ist, bei einem vermieteten dagegen keinesfalls.

Zusammen 100–120 € pro Jahr bei einem Modulpreis von rund 120–320 €. Die Amortisation liegt damit bei 1,5 bis 3 Jahren — vorausgesetzt, Sie richten den Zeitplaner tatsächlich ein und lassen ihn laufen. Ein Modul, das wie eine Fernbedienung an der Wand hängt, spart gar nichts.

Ein Smart Home, gesteuert per Mobiltelefon und vernetzten Geräten

Sicherheit und Datenschutz

Ein Modul im Whirlpool ist ein Gerät, das in Ihrem Heimnetz und am Internet hängt. Für es gelten dieselben Regeln wie für eine Kamera oder ein Thermostat.

  • Ein starkes und einmaliges Passwort für das Konto in der App; niemals dasselbe wie für Ihre E-Mail. Bietet die App eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, schalten Sie sie ein.
  • Ändern Sie das Werkspasswort des Moduls, wenn es beim ersten Start ein eigenes WLAN mit Standardschlüssel aufbaut.
  • Ein getrenntes Netz für IoT. Die meisten heutigen Router beherrschen ein Gäste-Netz oder eine zweite SSID. Dorthin gehören smarte Geräte — wenn jemand in eines davon eindringt, sieht er Ihre Computer und Festplatten nicht.
  • Teilen Sie Zugänge mit Bedacht. Bei einem Whirlpool zur Vermietung ist ein separates Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten sinnvoll — nicht die Weitergabe des Hauptkontos.

Was eine App nicht ersetzt

Das ist der häufigste Irrtum neuer Besitzer. Die smarte Steuerung regelt Energie und Zeit — an Chemie und Mechanik rührt sie nicht.

Das Wasser muss weiterhin von Hand getestet und dosiert werden, das Desinfektionsmittel ergänzt sich nicht selbst. Die Filterkartusche muss nach wie vor herausgenommen, ausgespült und getrocknet werden; Vorgehen und Intervalle finden Sie im Beitrag Whirlpool-Filter reinigen. Und wenn Sie den Filter zusetzen lassen, zeigt Ihnen die App eine hübsche Kurve des sinkenden Durchflusses — waschen wird Ihnen die Kartusche aber niemand.

Überblick: Funktion, Nutzen und was Sie dafür brauchen

Funktion Nutzen Erforderliche Ausstattung
Temperaturänderung aus der Ferne Niedrigere Haltetemperatur zwischen den Bädern WLAN-Modul, kompatibel mit der Steuerplatine
Heizungs-Zeitplaner Verbrauch in günstige Stunden verlagert, 60–80 €/Jahr Modul mit Zeitplan + Doppeltarif oder Spotpreis
Steuerung der Filterzyklen Kürzere Pumpenlaufzeit, 32–48 €/Jahr Modul des Steuerungsherstellers
Benachrichtigung über Fehlercodes Eingriff, bevor es einfriert oder die Heizung Schaden nimmt Modul mit Push-Meldung + stabiles Signal
Temperaturüberwachung bei Abwesenheit Ruhe im Urlaub, Schutz vor Frostschäden Modul + Ersatzkontakt vor Ort
Verbrauchsmessung Echte Daten statt Schätzungen Smart-Meter an der Zuleitung (nur messen, nicht schalten)
pH- und Redox-Sonde Trend der Wasserqualität zwischen den Tests Schwimmendes Messgerät + Gateway, manuelle Kalibrierung
Anbindung an die Photovoltaik Heizen mit Überschuss statt aus dem Netz Modul mit externem Eingang oder PV-Integration

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert die smarte Steuerung auch bei einem älteren Whirlpool?

Oft ja, entscheidend ist aber die Steuerplatine und nicht das Alter der Wanne. Für Platinen von Balboa und Gecko aus den vergangenen rund zehn Jahren ist meist ein Modul erhältlich; bei älteren Steuerungen oder bei Platinen kleinerer Hersteller kann es gar keines geben. Notieren Sie sich immer die Typenbezeichnung der Platine aus dem Technikraum und lassen Sie sie vorab vom Modullieferanten bestätigen.

Was passiert, wenn das Internet oder die Hersteller-Cloud ausfällt?

Der Whirlpool läuft nach der zuletzt gespeicherten Einstellung weiter — er heizt, filtert und überwacht die Temperatur, denn all das erledigt die Steuerung lokal. Aus fallen lediglich die Fernbedienung und die Benachrichtigungen. Manche Systeme beherrschen einen lokalen Modus, in dem sich der Whirlpool im heimischen WLAN auch ohne Internet bedienen lässt; fragen Sie vor dem Kauf danach.

Kann ich den Whirlpool mit einer gewöhnlichen smarten Steckdose steuern?

Davon raten wir ab. Die Steckdose kann nur die Stromzufuhr trennen und setzt damit den Frostschutz und die Umwälzung außer Betrieb. Außerhalb des Winters ist das ein riskanter Kompromiss, im Winter der direkte Weg zu geplatzten Leitungen. Zudem haben die meisten Whirlpools einen festen Anschluss über Sicherungsautomat und Fehlerstromschutzschalter, an den eine normale Steckdose ohnehin nicht passt.

Spare ich mehr mit einem Zeitplaner oder mit einer besseren Thermoabdeckung?

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle mit der Abdeckung. Die Wärmeverluste über die Wasseroberfläche machen bei einem Außenwhirlpool den größten Teil des Verbrauchs aus, und eine alte, vollgesogene Abdeckung ist ohne Diskussion die erste Investition — siehe Thermoabdeckung für den Whirlpool. Die smarte Steuerung ist als zweiter Schritt sinnvoll, wenn Sie bereits optimieren, wann Sie heizen, und nicht mehr, wie viel Wärme entweicht.

Schaffe ich die Installation des Moduls selbst?

Der Anschluss des Moduls selbst ist meist einfach — Stecker in die Platine und Kopplung in der App. Es ist aber ein Eingriff im Bereich unter der Verkleidung, in dem auch der Starkstromteil liegt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie erkennen, was was ist, überlassen Sie es dem Service; ein Stundensatz ist um Größenordnungen günstiger als eine neue Steuerplatine.

Die smarte Steuerung macht aus dem Whirlpool kein anderes Produkt — sie macht daraus ein Produkt, das Sie nicht mehr überwachen, sondern einfach nutzen. Wenn Sie erst auswählen und das Modul gleich ab Werk haben möchten, sehen Sie sich unser Angebot an Whirlpools an; zum Nachrüsten der vorhandenen Wanne und für die Technik rundherum dient die Kategorie Technik. Weitere Beiträge zu Betrieb und Einsparungen finden Sie in der Rubrik Ratgeber.

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